„Gesund von Kopf bis Fuß“

Gesunde Zähne, gesundes Immunsystem
So beeinflusst die Zahngesundheit unseren Körper

Unser Immunsystem muss in der modernen Welt bereits mit einer ganzen Reihe schädlicher Einflüsse zurechtkommen: Umweltgifte, Zusatzstoffe, Farbstoffe und künstliche Aromen in der Nahrung oder Mikroplastik in der Kosmetik. Dazu kommen Rauchen, Alkohol oder Stress. Werden dann noch Stoffe wie beispielsweise Amalgam eingesetzt, belasten wir das Immunsystem zusätzlich.

Was unser Darm mit der Zahngesundheit zu tun hat

Die Bedeutung der Darmgesundheit ist auch aus zahnmedizinischer Sicht nicht zu unterschätzen. Denn Zähne, Zahnfleisch und Knochenverhältnisse im Mundbereich hängen aus ganzheitlicher Sicht eng zusammen mit der Darmflora.
Im Darm leben über 100 Billionen Mikroorganismen, die dort lebenswichtige Wirkungen entfalten. In einem ausgewogenen Verhältnis schützt dieses Mikrobiom den Körper vor gefährlichen Infektionen und trainiert das Abwehrsystem. Es lässt sich nachweisen, dass das Gleichgewicht bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose (MS), Diabetes Typ I, entzündlichen Darmerkrankungen und rheumatoider Arthritis gestört ist. Die Analyse der Bakterienflora zeigt ein verändertes Mikrobiom im Vergleich zu gesunden Menschen.

Und das kann von krankmachenden Bakterien in der Mundflora ausgelöst werden – nicht nur bei Karies und Parodontitis. Denn im Mund wird die Nahrung zersetzt und die Verdauung beginnt. Mit dem Speichel können pathogene Keime weiter ins Blut und in den Darm gelangen, was sogar als Ursache für Darmpolypen in Frage kommt. Umso wichtiger sind eine sorgfältige Mundhygiene und die regelmäßige professionelle Zahnreinigung, mit denen Sie diese Wechselwirkungen positiv beeinflussen können.

Vor einer Zahnsanierung kann eine Darmsanierung sinnvoll sein. Wir informieren Sie gerne darüber in unserer Umweltzahnmedizinsprechstunde! Sprechen Sie uns gerne für einen Termin an!

Wie Sie Ihr Immunsystem durch eine gesunde Lebensweise positiv beeinflussen

Neben regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und der professionellen Zahnreinigung in unserer Praxis spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle, mit denen Sie Ihr Immunsystem und damit Ihre Gesundheit stärken und erhalten können:
Gesunde Ernährung: Während Zucker die Bakterien in Ihrem Mund füttert, die für Krankheiten wie Karies und Parodontitis verantwortlich sind, wirkt eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem
Gut eingestellte chronische Erkrankungen Das Risiko für Infektionen und Entzündungen kann durch eine gute Einstellung z. B. des Diabetes und Bluthochdrucks gesenkt werden.
Normales Körpergewicht Übergewicht bedingt oftmals eine verringerte Funktion der Abwehrzellen (natürliche Killerzellen). Diese kann durch eine gezielte Reduktion des Körperfettanteils wieder angekurbelt werden. Das heißt: Abnehmen stärkt Ihr Immunsystem.

Mangel an Mikronährstoffen ausgleichen
Vitamine und Mineralstoffe sind an vielen essenziellen Prozessen im Körper beteiligt und notwendig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Nur ein ausgewogenes Angebot an Vitaminen (z.B. Vitamin D), Mineralstoffen, Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren und Spurenelementen ermöglicht es Ihrem Organismus, das Abwehrteam von Immunzellen, Antikörpern und Immunglobulinen täglich neu zu bilden und fit zu halten.

Ausreichend Bewegung Bewegung und Training tragen dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Denn bei hoher Belastung schüttet die Muskulatur sogenannte Myokine aus, hormonähnliche Botenstoffe, die den Stoffwechsel beeinflussen und das Immunsystem ankurbeln.
Rauchen aufgeben Rauchen schwächt das Immunsystem und begünstigt z. B. Parodontitis. Denn Nikotin verengt das Gewebe und unterdrückt ein natürliches Warnsignal für Entzündungen – das Zahnfleischbluten.
Entspannung und Stressreduktion Sorgen Sie für regelmäßige Entspannung! Das tut Ihrem Immunsystem gut – und Ihren Zähnen, denn Stress kann einerseits den Verlauf einer Parodontitis negativ beeinflussen und andererseits ebenso für Knirschen und Pressen verantwortlich sein.

Mikroimmuntherapie bei Allergien

Bei vielen Menschen antwortet der Körper mit überschießenden Reaktionen auf Stoffe in der Umwelt, die für andere gar keine Bedrohung darstellen. Unser Immunsystem befindet sich in einem Balanceakt zwischen Abwehr und Toleranz. Dieser kann vom Immunsystem nur mit Hilfe von Mikroorganismen gestemmt werden. Wenn gute Bakterien in unserem System fehlen, überreagieren wir auf alles Mögliche und wir bekommen Asthma oder Allergien, sogar schnelle Fettablagerungen können begünstigt werden.

Die Mikroimmuntherapie zielt darauf ab, ein auf diese Weise gestörtes Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In der Umweltzahnmedizinsprechstunde gehen wir Allergien und zahlreichen anderen Erkrankungen auf die Spur und behandeln sie mit Hilfe der Mikroimmuntherapie. Hierbei werden geeignete Zytokine verwendet. Die immuneigenen Botenstoffe helfen dem Organismus, bestehende Abwehrmechanismen wiederherzustellen und ins Gleichgewicht zu bringen. Bei einer individuellen Meridianaustestung kann jedes einzelne Therapeutikum getestet werden, um festzustellen wie gut der Organismus darauf reagiert.